GERMAN JAZZ GUITARS
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Meine Geschichte

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 die Geschichte

Damals in Athen spielte ich als halb deutscher, halb griechischer Junge bereits Höfner-Gitarren. In den Ferien war ich häufig bei meinen Großeltern, die in Nürnberg lebten. Eines Tages erfüllte mir mein Großvater meinen Herzenswunsch: wir fuhren zusammen nach Bubenreuth, denn er hatte mir einen Höfner-Bass versprochen. Und so geschah es: ich wurde stolzer Besitzer eines 500/1 Beatles-Basses, wie jener, den auch Paul McCartney spielte. 
So kam es, dass ich die damaligen Firmeninhaber, das Ehepaar Benker, kennenlernte. Über die Jahre hinweg hielt ich den Kontakt zu ihnen. In meiner griechischen Heimat waren Höfners bei Gitarristen zwar bekannt, aber schon der Name war ein Problem: wegen des „ö“ war er kaum auszusprechen. Und auch die Gitarren bekam man fast nie zu sehen. Viel gängiger waren dort die Instrumente von Gibson, Fender, EKO Meazzi, Tokai und Ibanez. 
In den 1980er Jahren verlegte ich meinen Wohnsitz nach Deutschland. Der Jazz war meine Musik und die Höfner-Archtops wurden dadurch das Thema für mich. Ich war ehrlich erstaunt, wie abfällig fränkische Musiker zu dieser Zeit über die fränkischen Gitarrenhersteller urteilten, und wie ehrfürchtig sie über die amerikanischen redeten. An erster Stelle stand für sie die Gibson L5, gefolgt von der 400er und der ES 175. Ja, und echte Insider schwärmten von D’Aquistos, D’Angelicos, Benedettos und Buskarinos. Ich kann nicht behaupten, dass ich mich nicht auch für diese Gitarren interessierte und die Amerikaner nicht schätzte, aber emotional hielt ich immer zu Höfner.
 
Eines Tages besuchte ich den Gitarrenladen BTM in Nürnberg und sah zum ersten Mal eine Höfner Attila Zoller: der entscheidende Tag, mich für immer mit diesem Meisterbetrieb zu verbinden! Die Attila Zoller war nicht nur absolut schön, sondern auch technisch den anderen Gitarren, die ich zeitgleich zur Hand hatte, ein ganzes Stück voraus.
Natürlich besaß ich eine Zoller Award und ich musste sie später wieder verkaufen, leider. Heute würde sich wohl kaum einer von einem solchen Prachtstück trennen. Im Internet danach zu suchen, ist wie die Goldsuche in der fränkischen Pegnitz: Nichts zu finden! Wer eine hat, ist damit absolut zufrieden und gibt sie auch nicht mehr her.
 
Mit viel Glück ist mir später dann eine 470er in die Hände gefallen. Sie ist eine der letzten Höfner-Gitarren, die in den 1990er Jahren gebaut wurden. Massiv herausgearbeitete 1A-Fichtendecke, flacher Hals, geriegelter Ahornkorpus, Attila Zoller Pickups, traditioneller Höfner Harp Saitenhalter, Schlagbrett aus Palisander, echte Perlmutt-Intarsien und Ebenholz-Griffbrett! Der Klang ist schön mittig, und ein bisschen pressender als eine L5.
Eine weitere aus meiner Sammlung ist die Committee Thinline 18 Zoll, die damals fast nur für den englischen Markt gebaut wurde. Alleine durch den Halskopf eigenartig und kaum mit anderen Gitarren zu vergleichen. Ich habe sie von Max Junger erworben (Inhaber Pyramid-Saiten), der wiederum eine beachtliche Anzahl an Instrumenten aus der Sammlung der Familie Benker erworben hatte. Diese Gitarre stellte ich einmal bei einem Meeting zwischen eine D’Angelico Excel und eine Epiphone Emperor in den Ausstellungsraum. Und die Besucher staunten, dass man so wenig von solch fränkische Prachtstücken weiß.
 

 

             

 Attila Zoller und ich vor Viele Jahre bei der Frankfuter Musik Messe             Meine AZ Awarts Gitarrren vor ca 20 J.

 

 

                

 

 

 

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